Black Week

10 Tipps für Ihren Online-Shop

Wie immer um diese Zeit steht die größte Rabattaktion des Jahres vor der Tür. Die Aktionstage stellen für den Einzelhandel jedes Jahr aufs Neue große Verkaufschancen dar. Doch dieses Mal ist das Shopping-Event aufgrund der veränderten Lebensbedingungen durch COVID-19 so digital wie noch nie. Wie wird der Online-Shop am besten auf die Kauftage vorbereitet? Was gibt es aufgrund der sich wandelnden Bedingungen zu beachten? 10 Tipps für einen erfolgreichen Verkauf.

Jedes Jahr läuft der Einzelhandel zum Shopping-Event des Jahres auf Hochtouren. Das aus Amerika stammende Verkaufsevent findet traditionell am Freitag direkt nach dem Familienfest Thanksgiving statt. Mit dem Aktionstag wird die Weihnachtseinkaufsaison eingeleitet und im Fokus stehen Rabattaktionen. Seit 2013 findet der Schnäppchenfreitag auch in Deutschland in großem Rahmen statt.

Das weltweite Handelsevent verlängert sich im Anschluss noch um den Montag. Ursprünglich war dieser Tag die Antwort des Online-Handels auf den Schwarzen Freitag, der vom stationären Handel durchgeführt wurde – doch ist auch dieser in den letzten Jahren vermehrt in die Online-Welt gewandert. Wie es der Name schon andeutet, liegt der Schwerpunkt an diesem Tag auf Technikprodukten wie Notebooks, Fernsehern, Tablets oder Haushaltsgeräten.

Das Event in diesem Jahr

Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr lassen vermuten, dass der Einzelhandel auch dieses Jahr wieder vielbeschäftigt sein wird. Laut Erhebung der Global Savings Group gaben die deutschen Käufer 2019 im Schnitt 105 Euro an dem Freitag aus. Junge Zielgruppen und Frauen waren dabei am kauffreudigste. Über 57 Prozent der Einkäufer waren weiblich und 81 Prozent jünger als 44 Jahre.

Doch eins steht fest: Die speziellen Verkaufstage werden dieses Jahr anders sein. Es gelten weiterhin die Regeln des Social Distancing, wodurch Händler den Betrieb im stationären Einzelhandel reduzieren und eine noch stärkere Präsenz im E-Commerce aufbauen. Um Gedränge und lange Schlangen zu vermeiden, finden die limitierten Aktionen voraussichtlich vorrangig im Internet statt. Dadurch verlagert sich auch der Aktionstag am Ende der Woche wieder ein Stück weiter in die Online-Welt.

Vorausschauend planen

Damit Händler aus den Shopping-Tagen das Meiste rausholen können, sollten sie frühzeitig mit der Planung beginnen. Im Rahmen der veränderten Bedingungen aufgrund von COVID-19 ist das Shoppingerlebnis eine große Chance, das Jahr gut abzuschließen. Angesichts des unruhigen Wirtschaftsklimas, der teilweise wahrgenommenen Versorgungsengpässen und ein sich änderndes Kundenverhalten könnte die Umsetzung Rabattaktionen in diesem Jahr eine besondere Herausforderung darstellen. Deshalb ist eine gute Projektierung wichtig.

Checkliste zur Vorbereitung des Online-Shops

1. Basisentscheidungen treffen

Im ersten Schritt müssen die folgenden Fragen beantwortet werden: Welche Produkte sollen hervorgehoben werden? Welche sollen rabattiert werden? Was für Aktionen könnten angeboten werden? Zum einen ist es sinnvoll, die Produkte zu bewerben, die sich am besten verkaufen. Aber auch Aktionen mit Artikeln, bei denen durch Corona ein Aufwärtstrend im Online-Shop festgestellt wurde, können lohnenswert sein. Hierzu bietet sich eine Analyse der Verkaufsdaten an. Dabei kann auch schon der Lagerbestand überprüft werden, sodass es bei einer erhöhten Bestellzahl nicht zu Engpässen kommt.

2. Marketing-Strategie planen

Wesentlich ist auch eine zeitnahe Planung von Werbeaktionen. Käufer beginnen in der Regel früh, spätestens aber Anfang November mit der Recherche nach besonderen Angeboten. Daher bietet es sich an, bereits zu dieser Zeit Landingpages, Bannermaterial, Social Ads und ähnliches zu veröffentlichen. Dies ist eine gute Möglichkeit, die Käufer auf das Event einzustimmen und zwischen allen anderen Angeboten aufzufallen. Dabei ist es ratsam, den Wettbewerb im Auge zu behalten und die eigenen Angebote gegebenenfalls anzupassen.

3. Klare Worte in der Kommunikation

Genauso wichtig wie die Zeitplanung sind auch die Inhalte der Kampagnen, um Missverständnissen vorzubeugen. Es sollte sichergestellt sein, dass beispielsweise Rabattkonditionen und Rückgaberichtlinien klar definiert sind. Dies zahlt auch auf das Vertrauen in den Online-Shop ein. Bei der Erstellung von beispielsweise Werbebannern und Social Ads ist unbedingt zu beachten, dass der Begriff „Black Friday“ als Wortmarke geschützt ist. Das bedeutet, dass dieser nicht in Textanzeigen verwendet werden darf, da sonst eine Abmahnung möglich wäre. Daher ist es ratsam, andere Begriffe oder kreative Neuschöpfungen mit dem eigenen Markennamen zu verwenden.

4. Belastbare Technik

Bevor die Kunden den Online-Shop stürmen, ist vorher sicherzustellen, dass die Website bzw. der Server den Traffic-Anstieg bewältigen kann. Lange Ladezeiten sollten unbedingt vermieden werden. Auch eine Vorbereitung auf den Fall der Fälle ist wichtig: Wie ist der Plan, wenn die Website offline geht? Ist der Entwickler schnell erreichbar? Die höchsten Peaks in Online-Shops wurden im vergangenen Jahr am Nachmittag zwischen 13 und 19 Uhr erzielt. In dieser Zeit sollte die Funktionsfähigkeit der Website regelmäßig kontrolliert werden.

5. Strategien für schnelle Reaktionen festlegen

Während des Verkaufsprozesses sind die Augen aufzuhalten, zum Beispiel bei der Artikelmenge: Ein Produkt sollte frühzeitig rausgenommen werden, wenn es ausverkauft ist. Besondere Schnäppchen können an Black Friday und Cyber Monday schnell vergriffen sein. Aber was tun, wenn ein Produkt bereits ausverkauft ist und weiterhin in den Suchergebnissen bei beispielsweise Google auftaucht? Hier bietet es sich an, den enttäuschten Nutzer mit beispielsweise einem Entschuldigungs-Rabatt und einer Anzeige alternativer Produkte noch zufriedenzustellen.

6. Die letzte Hürde meistern: Der Checkout-Prozess

Der Checkout-Prozess ist der entscheidende Schritt vor dem endgültigen Kauf von Artikeln und einer der Hauptgründe, warum ein Kunde noch abspringt. Es gibt Online-Shops, bei denen während dieses Vorgangs noch vier von fünf Interessenten abbrechen. Gründe dafür können unter anderem mit der Usability und den Konditionen zusammenhängen. Gerade die Auswahl der angebotenen Zahlungsmethoden ist ein entscheidender Faktor für den Käufer. Mit dem richtigen Mix der meist genutzten Zahlungsmethoden im Online-Shop können Kaufabbrüche deutlich reduziert werden. Jeder dritte Online-Kauf wird abgebrochen, weil die gewünschte Zahlungsmethode nicht verfügbar ist. Daher ist es die Aufgabe eines Shop-Betreibers, die richtige Auswahl an Zahlungsmethoden anzubieten. Mit dem All-In-One Paket von Unzer können Sie alle gängigen Zahlungsarten schnell und einfach einbinden. Damit erreichen Sie mehr Käufer, verhindern Abbrüche und erhöhen die Conversion beim Checkout.

7. Lager und Versand organisieren Des Weiteren können Kaufabbrüche durch eine zu lange Dauer des Versands oder eine mangelnde Vertrauenswürdigkeit des Versandunternehmens verursacht werden. Zudem kann schon die Länge des Prozesses zu einem Abbruch führen. Dabei ist auch die Datenabfrage ein häufiger Grund vom Abspringen eines Käufers. Das Ausfüllen von (umfangreichen) Onlineformularen wird häufig als lästig empfunden. Als Onlineshop-Betreiber muss man daher genau überlegen, wie viele Daten vom Kunden benötigt werden. Abhilfe bei Neukunden kann die Möglichkeit schaffen, einen Einkauf als Gast zu tätigen. Da Lieferanten im Zuge der Corona-Pandemie übermäßig ausgelastet sind, sollten Inventarentscheidungen rechtzeitig getroffen werden. Wie schnell kann du das Inventar bei frühzeitigem Ausverkauf aufgestockt werden? Wie viele Produkte sollten vorher bei den Lieferanten bestellt werden? In Anbetracht der Verspätungen beim Versand während der Corona-Phase ist es ratsam, sich darauf einzustellen. Außerdem sollte dafür gesorgt werden, dass genügend Personal zur Verfügung steht, um die voraussichtlich vielen Bestellungen pünktlich verschicken zu können. Hierbei kann auch eine gute Organisation des Fulfillment-Bereichs sehr hilfreich sein. Die beliebtesten Produkte sollten schnell erreichbar sein. Zudem können Bestellungen beispielsweise nach Kunden, Versandanforderungen oder Produkttyp priorisiert werden. Das A und O ist darüber hinaus eine regelmäßige und klare Kommunikation mit dem Fulfillment- und Lieferpersonal, um Fehler zu vermeiden und reibungslose Abläufe zu garantieren.

8. Erreichbar sein für Kunden

Wenn ein Kunde im Bestellvorgang nicht weiterkommt oder eine Frage hat, in diesem Moment aber nicht auf eine komfortable Weise Hilfe bekommt, verzichte er womöglich auf den Kauf. Aus diesem Grund sollten Kontaktmöglichkeiten deutlich sichtbar platziert werden. Idealerweise handelt es sich dabei um ein Tool, das eine sofortige Antwort ermöglicht. Dies könnte ein Live-Chat oder die Angabe einer Telefonnummer sein.

9. Anschlusskommunikation zur Kundenbindung

Das jährliche Shopping-Event bietet nicht nur Chancen für verkaufsstarke Tage, sondern dient auch der Neu- oder Dauerkundengewinnung. So ist es möglich, per E-Mail höflich nach einer Bewertung des Produktes zu fragen oder (wenn im Bestellprozess eingewilligt wurde) einen Newsletter zu versenden, um im Gedächtnis zu bleiben.

10. Nachbereitung und Learnings

Die Aktionen innerhalb der Black Week sind zudem nützlich, um Learnings für den eigenen Online-Shop mitzunehmen: Sobald das Event beendet ist gilt es, die getroffenen Maßnahmen und den Erfolg zu evaluieren. Was wurde gut gemacht, was ist verbesserungswürdig? Was kann über die Rabattaktion hinaus im Online-Shop verbessert werden? Zudem müssen gegebenenfalls Retouren bearbeitet werden.

Es bleibt festzuhalten:

Eine gute Planung und die Optimierung des Online-Shops bieten große Chancen für einen gelungenen Verkauf. Ob die über 3 Milliarden Euro Umsatz-Marke aus dem Vorjahr in diesem Jahr übertroffen wird, bleibt gespannt abzuwarten.

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