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Wero & Direktüberweisung: kontobasiertes Bezahlen für mehr Conversion im Shopify-Checkout

Nach dem Aus von Sofortüberweisung und giropay:  Wie Du mit Wero und Unzer Direktüberweisung Zahlungen per Online-Banking in Shopify ermöglichst. 

20.07.2026
5 minuten

Seit dem Aus von Sofortüberweisung und giropay Ende 2024 fehlt vielen Onlinekäufer:innen in Deutschland eine vertraute Bezahloption: direkt vom eigenen Bankkonto zahlen, ohne Kreditkarte und ohne Umweg über einen Drittanbieter wie PayPal.  

Wie stark sich das Fehlen einer Zahlart auf die Conversion auswirken kann, zeigt eine Umfrage aus 2023: 43% der Konsument:innen in Deutschland haben einen Kauf schon einmal abgebrochen, weil ihre bevorzugte Bezahlmethode im Checkout nicht verfügbar war (C Space (im Auftrag von Visa): „Bevölkerungsumfrage unter Konsument:innen in Deutschland“ (2023)).

Mit Wero und der Unzer Direktüberweisung stehen inzwischen zwei neue Lösungen bereit, die die entstandene Lücke schließen – beide ermöglichen kontobasierte Zahlungen direkt vom Bankkonto, unterscheiden sich aber in der technischen Umsetzung, ihrer Verbreitung und den Einsatzmöglichkeiten. In diesem Artikel erfährst Du, wie beide Zahlarten funktionieren und wie Du sie in Deinen Shopify-Shop einbindest. 

Wero: Die europäische Antwort auf PayPal & Co.

Hinter Wero steht die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss von mehr als 16 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern. Ziel ist es, eine europaweit einheitliche Wallet-Infrastruktur zu etablieren und den europäischen Zahlungsverkehr langfristig unabhängiger von internationalen Kartennetzwerken und Wallet-Anbietern zu machen. Unzer ist seit Juni 2025 Principal Member der EPI und gehörte zu den ersten Zahlungsanbietern, die Wero für Online-Händler:innen eingeführt haben. Zu den ersten Referenzen zählen unter anderem Fahrrad.de, Dirts, Decathlon und TÜV Hessen. 

Im Checkout wählen Kund:innen Wero als Zahlungsmethode aus, scannen einen QR-Code oder öffnen einen Zahlungslink und bestätigen die Zahlung per starker Kundenauthentifizierung (SCA) in ihrer Banking- oder Wero-App. Die Zahlung erfolgt über SEPA Instant Credit Transfer und wird in der Regel innerhalb weniger Sekunden ausgeführt. Neben einmaligen Zahlungen unterstützt Wero künftig auch wiederkehrende und ereignisbasierte Zahlungen, beispielsweise für Abonnements. Die Zahlungsfreigabe wird kryptografisch abgesichert.  

Vorteile für Händler:innen im Überblick:

  • Zahlungsbestätigung in Echtzeit: Bestellungen können unmittelbar weiterbearbeitet werden. 
  • Grenzüberschreitende Nutzung: Kund:innen können Wero in allen unterstützten Märkten nutzen. Ziel der EPI ist ein interoperables Zahlungsnetzwerk für bis zu 15 europäische Länder. 
  • Omnichannel-Potenzial: Wero ist bereits online verfügbar und soll künftig auch am Point of Sale eingesetzt werden können. 
  • Zentrale Integration: Über UnzerOne und die Wero Shopify App von Unzer lässt sich Wero anbinden, ohne Einzelverträge mit Banken oder nationalen Zahlungssystemen abschließen zu müssen. 
  • Günstigere Alternative: Wero ist in der Regel günstiger als Kartenzahlungen oder Wallets wie PayPal und bietet Händler:innen daher auch Potential für geringe Payment-Kosten. 

Aktuell wird Wero von führenden Banken in Deutschland, Frankreich und Belgien unterstützt und verarbeitet Zahlungen ausschließlich in Euro. Für 2026 plant Unzer die Erweiterung auf zusätzliche Anwendungsfälle wie In-Store-Zahlungen, Abonnements und Treueprogramme sowie die Aktivierung für Kund:innen in Luxemburg. 

Unzer Direktüberweisung – die Nachfolgelösung für Sofortüberweisung

Die Unzer Direktüberweisung wurde gemeinsam mit Mastercard entwickelt und ist seit Januar 2025 in Deutschland verfügbar. Die Zahlart kann in allen SEPA-Ländern genutzt werden; eine schrittweise Ausweitung auf weitere europäische Märkte ist geplant. 

Technisch basiert die Lösung auf der Open-Banking-Plattform von Mastercard. Kund:innen werden im Checkout direkt zu ihrem Online-Banking weitergeleitet und authentifizieren die Zahlung mit dem jeweiligen Verfahren, das sie bereits von ihrer Bank bzw. Banking-App kennen – beispielsweise per Einmalkennwort (OTP), Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Ein zusätzliches Nutzerkonto oder eine separate App sind nicht erforderlich; der bestehende Bank-Login genügt.  

Für Händler:innen ergeben sich daraus mehrere Vorteile:

  • Hohe Sicherheit: Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) sorgt dafür, dass Zahlungen nur von autorisierten Personen freigegeben werden können. 
  • Potenzial für höhere Conversion: Da viele Kund:innen den Ablauf aus ihrem Online-Banking bereits kennen und kein zusätzliches Konto anlegen müssen, sinkt die Hürde im Checkout und Kaufabbrüche werden reduziert. 
  • Prüfung der Kontodeckung in Echtzeit: Die Verfügbarkeit der Geldmittel wird während des Bezahlvorgangs geprüft, wodurch das Risiko späterer Zahlungsrückgaben sinkt. 
  • Einfache Integration: Über die offizielle Shopify App „Unzer Direct Bank Transfer“ lässt sich die Unzer Direktüberweisung mit wenigen Schritten in Shopify-Shops einbinden. 
  • Günstigere Alternative: Unzer Direktüberweisung ist in der Regel günstiger als Kartenzahlungen oder Wallets wie PayPal und bietet Händler:innen daher auch Potential für geringe Payment-Kosten. 

Darüber hinaus plant Unzer eine Whitelabel-Variante der Direktüberweisung. Damit lässt sich der Bezahlprozess künftig stärker an das eigene Shop-Branding anpassen – insbesondere für Händler:innen relevant, die besonderen Wert auf ein konsistentes Markenerlebnis legen.  

Wer bislang Sofortüberweisung genutzt hat, findet in der Unzer Dokumentation eine Migrationsanleitung für den Umstieg auf Unzer Direktüberweisung

Direktüberweisung und Wero für Shopify aus einer Hand

Unzer war einer der ersten Payment Service Provider, die Wero für den deutschen E-Commerce verfügbar machten. Parallel dazu bietet Unzer mit Direktüberweisung eine eigene Open-Banking-Lösung an – als Shopify-Händler:in bekommst Du beide kontobasierten Verfahren von einem Zahlungsanbieter. 

Die Lösungen im Direktvergleich:

Wero

Direktüberweisung

Verfahren

Klassische Banküberweisung (wie Vorkasse) 

Klassische Banküberweisung (wie Vorkasse) 

Träger

European Payments Initiative (EPI) 

Unzer (Open-Banking-Partnerschaft mit Mastercard) 

Authentifizierung

Starke Kundenauthentifizierung in Banking- oder Wero-App 

Starke Kundenauthentifizierung in Banking-App

Verfügbarkeit

Deutschland, Frankreich, Belgien – weitere Länder werden laufend aktiviert 

Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien – alle SEPA-Länder 

Abwicklungsdauer

Echtzeit 

Echtzeit (sofern von Kundenbank unterstützt) 

Zielgruppe

App-affine Kund:innen, die eine europäische PayPal-Alternative suchen 

Kund:innen, die klassisches Online-Banking gewohnt sind 

So integrierst Du Wero und Direktüberweisung in Shopify

Beide Zahlarten stehen als offizielle Shopify-Apps von Unzer zur Verfügung: 

Beide Lösungen laufen über UnzerOne, die integrierte Zahlungsplattform von Unzer. Das bedeutet für Dich: Du hast nur einen Vertragspartner, eine technische Anbindung und ein gemeinsames Reporting – selbst wenn Du beide Zahlarten parallel anbietest.  

Ausblick: So entwickeln sich Wero und Direktüberweisung weiter

Für beide Zahlarten sind 2026 weitere Ausbaustufen geplant. 

Bei Wero stehen zusätzliche Einsatzmöglichkeiten im Fokus. Geplant sind unter anderem Zahlungen am Point of Sale, die Unterstützung von Abonnements und Treueprogrammen sowie die Einführung für Kund:innen in Luxemburg.  

Die Direktüberweisung soll im Zuge der schrittweisen europäischen Expansion in weiteren Märkten außerhalb Deutschlands und Österreich verfügbar werden. 

FAQ

Ist Direktüberweisung dasselbe wie Wero? 

Nein. Die Unzer Direktüberweisung ist eine Open-Banking-Lösung, die gemeinsam mit Mastercard entwickelt wurde. Wero ist dagegen eine europäische Wallet der European Payments Initiative (EPI). Beide ermöglichen kontobasierte Zahlungen, unterscheiden sich jedoch in ihrer technischen Umsetzung und ihrem Nutzungskonzept. 

Wie schnell werden Zahlungen mit Wero und Direktüberweisung verarbeitet? 

Wero verarbeitet Zahlungen über SEPA Instant Credit Transfer in der Regel innerhalb weniger Sekunden. Bei der Unzer Direktüberweisung erfolgt die Prüfung der Kontodeckung nahezu in Echtzeit. Der Zeitpunkt der Auszahlung an Händler:innen richtet sich nach den jeweiligen Auszahlungsprozessen. Bei beiden Zahlungsarten werden Echtzeitüberweisungen durchgeführt – sofern die Kundenbank das Verfahren unterstützt. 

Fallen bei Direktüberweisung oder Wero Gebühren an? 

Die Gebühren richten sich nach Deinem individuellen Vertrag mit Unzer und können je nach Geschäftsmodell variieren. Da beide Verfahren ohne Kartennetzwerke auskommen, entfällt die klassische Interchange-Gebühr, die bei Kartenzahlungen anfällt. Informationen zu den konkreten Konditionen erhältst Du direkt bei Unzer

Wie werden Rückerstattungen abgewickelt? 

Sowohl bei Wero als auch bei der Unzer Direktüberweisung sind vollständige und teilweise Rückerstattungen möglich, eine Stornierung vor Abschluss der Zahlung jedoch nicht.  

Können Kund:innen Wero auch grenzüberschreitend nutzen? 

Ja. Kund:innen können in den teilnehmenden Wero-Märkten (aktuell Deutschland, Frankreich, Belgien) ebenso einfach zahlen wie im Heimatland, sofern ihre Bank Wero unterstützt. Die EPI (European Payments Initiative) verfolgt langfristig eine Interoperabilität über 15 europäische Länder. 

Brauchen Kund:innen eine spezielle App, um mit Wero zu bezahlen? 

Nein. Kund:innen benötigen lediglich eine Banking-App, die Wero unterstützt, oder die eigenständige Wero-App. Die Zahlungsfreigabe erfolgt anschließend direkt über die jeweilige App. 

Wie aufwendig ist die technische Integration in Shopify? 

Beide Zahlarten stehen als offizielle Shopify-Apps von Unzer zur Verfügung und lassen sich ohne aufwendige Individualentwicklung integrieren. Da sowohl Wero als auch die Unzer Direktüberweisung über UnzerOne laufen, ist auch bei paralleler Nutzung keine doppelte Vertragsanbindung nötig.