knowledge-hub header

Verkaufen in Deutschland (DACH) auf Shopify: Warum Whitelabel-Rechnungskauf Vertrauen schafft (2026)

Internationale D2C-Marken verlieren deutsche Käufer beim Checkout. Hier erfährst Du, warum Whitelabel-Rechnungskauf Vertrauen schafft, die Conversion steigert – und wie Du ihn zu Shopify hinzufügst, ohne Deinen PSP zu wechseln.

01.06.2026
5 minuten

Du hast Deinen Shopify-Shop ins Deutsche übersetzt, Deine Preise in Euro angegeben und Versand sowie Retouren organisiert – und trotzdem bleiben Deine Conversion-Raten in Deutschland hinter Deinen Erwartungen zurück? Für internationale Direct-to-Consumer-Marken fehlt oft nicht der Traffic oder das Produkt, sondern das Vertrauen – und das macht sich im kritischsten Moment bemerkbar: beim Checkout.

Wenn deutsche Käufer:innen auf eine ihnen unbekannte Marke stoßen, kommen schnell vertraute Zweifel auf: Ist dieser Shop seriös? Kommt meine Bestellung auch wirklich an? Wie lange dauert es wohl, bis ich bei einer Retoure mein Geld zurückbekomme – und bekomme ich es überhaupt? Die Zahlungsmethoden, die Du anbietest, verstärken diese Zweifel oder nehmen sie Deinen Kund:innen.

Das eigentliche Hindernis in Deutschland ist Vertrauen, nicht der Traffic

Bei Karten, PayPal und Wallets zahlen Kund:innen im Voraus und tragen somit das volle Risiko. Sie geben sensible Daten und Geld an eine Marke, die sie gerade erst kennengelernt haben – und hoffen, dass Ware und eventuelle Rückerstattung folgen. Für bekannte Namen ist das kein Problem. Für neue Marken ist das die größte Hürde im wichtigsten Moment.

Die Zahlen sprechen für sich. Rund 70 % aller Online-Warenkörbe werden weltweit abgebrochen (Baymard Institute: “Global online shopping cart abandonment rate 2006–2026” (2026).) Und in Deutschland nennen 43 % der Käufer als Hauptgrund für einen Kaufabbruch eine fehlende Lieblingszahlungsart (C Space (commissioned by Visa): “Survey of German Online Shoppers” (2023).) Bietest Du die Methode an, der deutsche Käufer:innen am meisten vertrauen, nimmst Du ihnen den größten Grund, zu zögern.

Warum Rechnungskauf alles ändert

Rechnungskauf dreht den Spieß um: Deine Kund:innen bekommen erst die Ware, prüfen diese und zahlen erst danach – meist innerhalb von 14 bis 30 Tagen. Es wird nichts vorab bezahlt, keine Kartendetails werden eingegeben, ein Account ist nicht nötig – so entstehen gar nicht erst Vertrauensfragen.

Das ist kein Nischenthema: Laut der renommierten EHI-Studie „Online-Payment 2026“ entfällt 26 % des deutschen E-Commerce-Umsatzes auf Rechnungskauf (EHI Retail Institute: “Online-Payment 2026” (2026)) – das ist die zweitwichtigste Zahlungsart und die bei Weitem beliebteste Methode ohne Vorleistung vom Kunden. Die Akzeptanzquote ist hoch: Bei Unzer liegt sie bei rund 90 % (interne Analysen). Und Du erreichst damit auch Kund:innen, die keine Wallet- oder PayPal-/Klarna-Accounts haben oder wollen. Rechnungskauf mit Unzer funktioniert praktisch für alle volljährigen Kund:innen ohne vorherige Registrierung; das Geburtsdatum reicht für die Echtzeit-Bonitätsprüfung.

Hinweis DACH-Markt: Rechnungskauf ist überall in DACH etabliert und im deutschen E-Commerce (D) klar bevorzugt. Auch in Österreich (A) und der Schweiz (CH) ist Rechnungskauf verbreitet, dort spielen aber auch Kartenzahlungen und zum Beispiel TWINT (CH) eine wichtige Rolle.

Vertrauensvergleich Zahlungsarten

Zahlungsart

Zahlung erst nach Warenerhalt

Kein Account/Login nötig

Keine Karten-/Bankdaten nötig

Voll im eigenen Shop-Design (Whitelabel)

Karte (Vorkasse)

PayPal / Klarna Pay-Later

Rechnungskauf (Unzer)

Kein Risiko für Händler:innen: So funktioniert gesicherter Rechnungskauf

Viele internationale Händler:innen zögern beim Rechnungskauf, weil sie Angst vor offenen oder nicht bezahlten Rechnungen haben. Mit dem gesicherten Rechnungskauf von Unzer gibst Du dieses Risiko komplett ab:

  • Zahlungsgarantie: Du erhältst das Geld, sobald die Ware versendet wird – unabhängig davon, ob oder wann Deine Kunde:innen wirklich zahlen.
  • Ausfallrisiko gedeckt: Eine Echtzeit-Bonitätsprüfung läuft im Hintergrund beim Checkout und Unzer übernimmt das komplette Kredit- und Ausfallrisiko. Das ist mit „gesichertem Rechnungskauf“ gemeint.
  • Mahn- & Inkassowesen inklusive: Erinnerungen, Mahnungs- und Inkassoprozesse übernimmt Unzer.
  • Planbarer Cashflow: Du wirst bezahlt, wenn Du lieferst – nicht erst, wenn die Kund:innen bezahlt haben. So kannst Du Deinen Umsatz besser planen.

Kurz: Du bekommst alle Conversion-Vorteile davon, dass Deine Kund:innen erst nach Lieferung zahlen – ohne das Risiko, das viele bisher vom Rechnungskauf abhält.

Bei hohen Warenkörben: Ratenzahlung ergänzen

Bei teureren Warenkörben kann eine Ratenzahlung die Hürden weiter senken, indem der Betrag auf mehrere Monatsraten aufgeteilt wird. Zwar macht Ratenzahlung aktuell erst ca. 4,7 % des deutschen Zahlungsmarkts aus, aber sie hat sich seit 2022 mehr als verdoppelt (EHI Retail Institute: “Online-Payment 2026” (2026)) und steigert den durchschnittlichen Warenkorb genau bei den Käufen, wo eine Einmalzahlung für viele zu hoch ist. Unzer bietet Ratenzahlung als eigene, Whitelabel-Shopify-App zusätzlich zum Rechnungskauf an.

Warum “einfach Klarna oder PayPal einschalten” nicht reicht

Klarna und PayPal bieten “Pay-Later”-Optionen und lassen sich in Shopify einfach aktivieren. Im Checkout erscheinen sie aber sichtbar als Drittmarke – meist mit Login- oder Accountschritt. Wie die Zahlen zeigen, kosten verpflichtende Logins Conversions. Und vor allem, wenn Du Deine Markenbekanntheit erst aufbaust, übergibst Du mit jedem Klick ins Klarna- oder PayPal-Interface genau die Kundenbeziehung, die Du eigentlich stärken willst.

Mit einem Whitelabel-Ansatz bleibt alles im Layout Deines Shops. Mit Unzer erscheinen die Zahlungswahl, Rechnungen und Erinnerungen komplett in Deinem Shop-Branding – ohne Fremdlogo. Die Kund:innen bleiben stets bei Deiner Marke!

Du musst Deinen PSP nicht wechseln

Rechnungskauf hinzufügen heißt nicht, Shopify Payments zu ersetzen oder alles umzubauen. Unzer bietet eigene offizielle Shopify-Apps – eine für Rechnungskauf, eine für Ratenzahlung –, beide von Unzer gebaut und unterstützt. Beide Apps funktionieren für Händler:innen aus ganz Europa. Du brauchst also keine eigene deutsche Gesellschaft, um Rechnungskauf und Ratenzahlung für DACH-Kund:innen anzubieten. Die Integration läuft ohne Code in weniger als einer Stunde und komplett im nativen Shopify-Checkout – ganz ohne Weiterleitung. Alle bisherigen Zahlungsarten wie Shopify Payments, Karten und Wallets bleiben wie sie sind. Rechnungskauf wird einfach als zusätzliche Option ergänzt – die Option, der deutsche Käufer:innen am meisten vertrauen. Zusätzlich gibt es die kostenlose Checkout Booster App von Unzer, mit der Du diese Pay-Later-Optionen schon auf Produkt- und Warenkorbseiten sichtbar machen kannst – für mehr Conversion und Warenkorbwert. Die Buy now, pay later (BNPL) Optionen von Unzer sind für alle Konsument:innen in DACH und den Niederlanden verfügbar.

Das Fazit

Für internationale Marken entscheidet sich das Vertrauen am Checkout. Vorkasse verlangt von neuen Kund:innen, voll ins Risiko zu gehen; Rechnungskauf nimmt ihnen das Risiko – sie zahlen erst nach Erhalt, Du wirst so oder so bezahlt. Als Whitelabel-Lösung, die Dein bestehendes Shopify-Setup ergänzt, wird Rechnungskauf so vom größten Conversion-Hindernis zum stärksten Vertrauenssignal.

FAQ: Häufige Fragen

Brauche ich eine deutsche Gesellschaft, um Rechnungskauf anzubieten?

Nein – Unzer arbeitet mit Händler:innen aus ganz Europa. Jede in Europa basierte Marke kann die Unzer-Apps für Rechnungskauf und Ratenzahlung nutzen, um in Deutschland und ganz DACH zu verkaufen.

Müssen Kund:innen ein Konto haben, um auf Shopify per Rechnung zu zahlen?

Nein. Mit der Unzer-Rechnungskauf-App reicht das Geburtsdatum für die Echtzeit-Bonitätsprüfung – Registrierung und Login sind nicht erforderlich, im Gegensatz zu kontobasierten Optionen wie Klarna oder PayPal.

Was unterscheidet den Unzer-Rechnungskauf von Klarna oder PayPal Pay-Later?

Alle drei ermöglichen spätere Zahlung, aber: Klarna und PayPal laufen immer unter deren eigener Marke plus Account/Login. Unzer-Rechnungskauf ist Whitelabel – läuft komplett in Deinem Shop-Design, ohne Fremdlogo, und braucht kein Kundenkonto.

Wer trägt das Ausfallrisiko, wenn ein:e Kund:in nicht zahlt?

Unzer übernimmt das volle Risiko. Beim gesicherten Rechnungskauf bekommst Du eine Zahlungsgarantie: Unzer macht die Bonitätsprüfung, übernimmt den Zahlungsausfall, kümmert sich um Forderungsmanagement und bezahlt Dich – egal, was die Kund:innen machen.

Wie funktioniert eine Rückerstattung bei Rechnungskauf?

Du erstattest wie üblich in Shopify. Das Geld fließt dann zurück über Unzer an die Kund:innen; die Verbuchung läuft automatisch über die Synchronisation von Shopify mit dem Unzer-Dashboard. Das dauert manchmal minimal länger als eine reine Kartenerstattung.

Kann ich Rechnungskauf auch für hohe Beträge oder für B2B anbieten?

Ja. Mit Ratenzahlung teilst Du große Beträge auf Monatsraten auf – ideal für höhere Warenkörbe. Rechnungskauf geht auch für B2B, wobei Unzer ebenfalls das Ausfallrisiko übernimmt.

Muss ich für Unzer Shopify Payments verlassen?

Nein – die Unzer-Apps ergänzen Shopify Payments und Dein bestehendes Setup. Du musst nicht Deinen PSP wechseln.