Entdecke, welcher Zahlungsanbieter Unified Commerce am besten unterstützt. Wir vergleichen Unzer, Adyen, Stripe, Mollie und Worldline und zeigen, welche Plattform für KMU, Mittelstand und Omnichannel-Handel optimal ist.
Unified Commerce entwickelt sich zum neuen Standard im Handel. Egal, ob online, mobil oder im Laden: Kund:innen erwarten ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle. Klassische Omnichannel-Ansätze verbinden nur die Verkaufskanäle, während Unified Commerce die Daten aus den Kanälen und alle Backend-Systeme in einer zentralen Plattform integriert.
So lassen sich Prozesse automatisieren, die Customer Experience verbessern und Wachstumschancen nutzen. Physischer und virtueller Handel verschmelzen.
Die richtige All-in-One-Zahlungsplattform ist der Schlüssel, um Loyalität aufzubauen und reibungslose Abläufe sicherzustellen. Doch welcher Anbieter unterstützt Unified Commerce am besten? In diesem Artikel vergleichen wir fünf führende Payment Service Provider in Europa:
Du erfährst:
Unified Commerce beschreibt eine Handelsstrategie, bei der alle Vertriebskanäle und Systeme vollständig miteinander verbunden sind. Dazu zählen unter anderem Online-Shop, stationärer Handel, Mobile Commerce, Social Commerce, Marktplätze oder auch Bestellungen über Callcenter. Ziel ist ein durchgängiges Einkaufserlebnis, bei dem Kund:innen jederzeit und auf jedem Kanal problemlos mit einer Marke interagieren können.
Der entscheidende Unterschied zu klassischem Omnichannel: Bei Omnichannel existieren zwar mehrere Kanäle – doch im Hintergrund laufen sie oft auf unterschiedlichen Systemen. Unified Commerce hingegen verbindet alle Daten und Prozesse in einer einzigen Plattform. Dazu zählen:
So entsteht eine einheitliche Datenbasis für das gesamte Geschäft. Händler:innen können Kund:innen kanalübergreifend erkennen, Bestände in Echtzeit verwalten und Einkaufserlebnisse deutlich personalisierter gestalten.
Wenn Du Unified Commerce richtig umsetzt, können Kund:innen frei zwischen verschiedenen Kanälen wechseln. Typische Szenarien sind zum Beispiel:
Click & Collect: Kund:innen bestellt im Online-Shop und holt das Produkt später im Laden ab.
Online kaufen – im Store zurückgeben: Die Retoure erfolgt nicht über Versand, sondern direkt im Geschäft.
Mobile Checkout im Laden: Kund:innen bezahlen über eine App oder Wallet, ohne an der Kasse anzustehen.
Social Commerce: Ein Kauf startet über Instagram oder TikTok und wird über einen Payment-Link abgeschlossen.
Eine zentrale Zahlungsplattform sorgt dabei dafür, dass alle Transaktionen in einem System zusammenlaufen – unabhängig davon, ob der Kunde online, im Laden oder über eine App bezahlt.
Payment ist nicht nur der letzte Schritt im Checkout, sondern das technische Fundament der gesamten Commerce-Infrastruktur. Moderne Payment-Plattformen verbinden:
Ist diese Infrastruktur fragmentiert, entstehen Datensilos. Die Folgen: Kund:innen können nicht kanalübergreifend erkannt werden, Loyalty-Programme funktionieren nur eingeschränkt, Retourenprozesse werden komplizierter und Analysen bleiben unvollständig.
Unified Commerce löst dieses Problem durch eine zentrale Zahlungsplattform, die alle Kanäle integriert und Daten in Echtzeit zusammenführt. Dadurch entstehen konsistente Prozesse – und ein Einkaufserlebnis, das Online- und Offline-Handel nahtlos miteinander verbindet.
Wenn Du eine Unified-Commerce-Strategie implementierst, profitierst Du in mehreren Bereichen.
Kund:innen erwarten heute flexible Einkaufswege. Studien zeigen, dass mehr als 60 % der Verbraucher:innen mehrere Verkaufskanäle nutzen oder in ihrer ShoppingJourney zwischen ihnen wechseln, also nicht ausschließlich online oder offline einkaufen, sondern beide Wege kombinieren. Unified Commerce ermöglicht:
Alle Transaktionen und Kundeninteraktionen laufen in einer Plattform zusammen. Das hilft Dir bei:
Unified Commerce synchronisiert Lagerbestände über alle Kanäle. Das reduziert:
Eine zentrale Plattform reduziert:
So attraktiv Unified Commerce klingt – die Umsetzung ist technisch anspruchsvoll. Zu den häufigsten Herausforderungen gehören:
1. Altsysteme: Viele Händler:innen nutzen ältere Kassensysteme oder Shop-Plattformen, die schwer integrierbar sind.
2. Datensilos: Wenn Systeme getrennt arbeiten, entstehen inkonsistente Daten und ineffiziente Prozesse.
3. Technische Abhängigkeiten: Wenn Du alle Prozesse auf einen Anbieter konzentrierst, entsteht ein gewisses Vendor-Lock-in-Risiko.
4. Integrationsaufwand: Unified Commerce erfordert API-Integrationen, Datenmigration und Prozessanpassungen. Bei einer EHI-Befragung gaben 70 % der Händler:innen den Bereich IT als größte Herausforderung bei der Vernetzung der Kanäle an.
Wenn Du einen Payment Service Provider auswählst, solltest Du mehrere Faktoren berücksichtigen.
1. Omnichannel-Integration
Kann der Anbieter:
über eine Plattform verbinden?
2. Zentrales Dashboard
Ein gutes Unified-Commerce-System bietet ein Dashboard für:
3. Zahlungsarten
Typische Anforderungen:
4. Internationalisierung
Für internationale Händler:innen wichtig:
5. API-Integration
Technische Aspekte:
Anbieter | Zielgruppe | Omnichannel | Internationale Abdeckung | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
Unzer | KMU & Mittelstand | sehr stark | Europa | Unified-Commerce-Plattform UnzerOne |
Adyen | Enterprise | sehr stark | Global | Single-Platform-Architektur für Online und POS |
Stripe | Start-ups / SaaS | Mittel | Global | API-first Payment-Plattform |
Mollie | Kleine Online-Shops | Niedrig bis mittel | Europa | Einfache Integration für E-Commerce |
Worldline | Retail & große Händler:innen | Stark | Global / Europa | Omnichannel-Payment-Plattform mit starkem Acquiring- und POS-Netzwerk |
Unzer ist ein europäischer Payment Service Provider mit starkem Fokus auf Unified Commerce für den Mittelstand. Die Plattform verbindet Online-Zahlungen, POS-Terminals und Mobile Payments in einer gemeinsamen Infrastruktur. Zahlungs-, Kunden- und Transaktionsdaten werden zentral gebündelt und in einem Dashboard kanalübergreifend ausgewertet.
Stärken:
Typische Kund:innen sind:
Adyen ist einer der weltweit größten Zahlungsanbieter und besonders im Enterprise-Segment verbreitet. Die Plattform basiert auf einer Single-Stack-Architektur, bei der Online-, Mobile- und POS-Payments über eine gemeinsame Infrastruktur verarbeitet werden.
Stärken:
Typische Kund:innen sind:
Stripe ist besonders bei Startups, Plattformen und technologiegetriebenen Unternehmen verbreitet. Der Anbieter verfolgt einen API-first-Ansatz, der eine flexible Integration von Zahlungsprozessen ermöglicht. Mit Stripe Terminal können auch stationäre Zahlungen in die gleiche Infrastruktur integriert werden wie Online- und Mobile-Payments.
Stärken:
Typische Kund:innen sind:
Mollie ist ein europäischer Zahlungsanbieter mit Fokus auf kleine und mittlere Online-Shops. Die Plattform ist besonders für ihre einfache Integration und transparente Gebührenstruktur bekannt. Neben Online-Payments bietet Mollie inzwischen auch In-Person- und POS-Zahlungen, sodass Händler:innen Online-Shop und stationären Verkauf verbinden können.
Stärken:
Typische Kund:innen sind:
Worldline gehört zu den größten Zahlungsdienstleistern Europas und bietet Lösungen für Online-, Mobile- und stationäre Zahlungen. Durch die Integration von Payment-Gateway, Acquiring und POS-Terminals können Händler:innen kanalübergreifende Zahlungsprozesse über eine gemeinsame Infrastruktur verwalten.
Stärken:
Typische Kund:innen sind:
Funktion | Unzer | Adyen | Stripe | Mollie | Worldline |
|---|---|---|---|---|---|
Online Payments | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
POS-Integration | ✅ | ✅ | Teilweise | Begrenzt | ✅ |
Mobile Payments | ✅ | ✅ | ✅ | Teilweise | ✅ |
BNPL | ✅ | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise |
Zentrales Dashboard | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
Unified Customer Data | ✅ | ✅ | Teilweise | ❌ | Teilweise |
Die „beste“ Lösung hängt immer vom individuellen Geschäftsmodell und den spezifischen Anforderungen ab. Entscheidend ist, dass Zahlungen, Daten und Systeme nahtlos integriert sind – nur dann kann Unified Commerce seine Vorteile in Omnichannel-Handel, E-Commerce und stationärem Retail voll entfalten. Sowohl kleine Shops als auch globale Unternehmen profitieren, wenn die technische Infrastruktur flexibel, skalierbar und gut vernetzt ist.
Unified Commerce funktioniert nur, wenn Zahlungen, Daten und Systeme wirklich integriert sind.
Unified Commerce beschreibt eine Handelsstrategie, bei der alle Verkaufskanäle und Backend-Systeme vollständig integriert sind. Zahlungsdaten, Kundenprofile und Bestellungen werden in einer zentralen Plattform zusammengeführt, sodass Händler:innen jederzeit eine einheitliche Sicht auf ihr Geschäft haben.
Omnichannel verbindet mehrere Verkaufskanäle wie Webshop, Filiale oder Mobile App. Unified Commerce geht einen Schritt weiter: Es integriert zusätzlich alle Daten und Systeme, sodass Händler:innen Zahlungen, Kundeninformationen und Bestellungen zentral steuern können.
Der Payment Service Provider bildet die technische Grundlage für alle Transaktionen. Eine zentrale Zahlungsplattform ermöglicht es Händler:innen, Online-, POS- und Mobile-Zahlungen reibungslos über alle Kanäle hinweg zu verwalten.
Für den deutschen Mittelstand und Omnichannel-Händler:innen sticht Unzer hervor. Die Plattform integriert Webshops, Filialkassen und Mobile Payments in einer Lösung und bietet deutschen Support, DSGVO-Compliance und zentrale Reporting-Funktionen. Andere Anbieter wie Adyen, Stripe oder Mollie können je nach Geschäftsmodell interessant sein, sind aber oft weniger stark auf den deutschen Markt und die Integration stationärer Filialen ausgerichtet.