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Die 5 besten Zahlungsdienstleister für Online-Shops (2026)

Vergleiche die besten Zahlungsdienstleister im E-Commerce: Unzer, Adyen, Stripe, Mollie & Nexi. Erfahre worauf Du bei der Auswahl achten solltest, um Conversion und Kundenzufriedenheit zu steigern.

24.03.2026
5 minuten

Wenn Du einen Online-Shop betreibst, weißt Du: Der E-Commerce-Checkout ist ein zentraler Bestandteil Deines Geschäfts. Er entscheidet darüber, ob Besucher:innen tatsächlich zu Kund:innen werden oder den Kauf abbrechen, weil der Bezahlprozess umständlich, langsam oder nicht vertrauenswürdig erscheint. 

Doch welcher Zahlungsdienstleister für Online-Shops passt am besten zu Deinem Business? Welche Unterschiede gibt es zwischen klassischen Payment Service Providern (PSPs) und bekannten Zahlungsanbietern wie PayPal oder Klarna? Und worauf solltest Du bei der Auswahl unbedingt achten, damit Deine Conversion Rate steigt und Deine Kosten im Rahmen bleiben? 

In diesem Artikel erklären wir Dir: 

  • Was ein Zahlungsdienstleister bzw. PSP ist 
  • Worauf Du bei der Auswahl achten solltest 
  • Wie sich die fünf führenden Zahlungsdienstleister unterscheiden 
  • Praxisnahe Tipps für Deine Entscheidung 

Zahlungsdienstleister einfach erklärt – welche Arten gibt es?

Was ist ein Zahlungsdienstleister?

Ein Zahlungsdienstleister ist ein Unternehmen, das die Zahlungsabwicklung für Dich übernimmt. Er sorgt dafür, dass Zahlungen von Deinen Kund:innen sicher, schnell und regelkonform von ihrem Konto oder ihrer Karte auf Dein Händlerkonto gelangen.

Ein Zahlungsdienstleister kümmert sich für Dich um:

  • die technische Anbindung der Zahlungsarten (z. B. Kreditkarte, SEPA, Wallets) 
  • die sichere Abwicklung und Autorisierung jeder Zahlung 
  • Betrugsprävention sowie Rückbuchungen (Chargebacks)
  • Reporting und Auswertung Deiner Umsätze 

Was ist ein Payment Service Provider (PSP)?

Ein PSP ist eine Technologieplattform, die die Anbindung unterschiedlichster Zahlungsarten über eine zentrale Schnittstelle ermöglicht. 

Stell Dir den PSP als das Zahlungs-Backbone Deines Shops vor: Er bietet Dir alle relevanten Bezahlmethoden aus einer Hand – technisch sauber integriert, mit Verwaltung, Reporting, Sicherheits- und Risiko-Tools. 

Ein PSP übernimmt für Dich: 

Ein PSP ist also nicht nur ein Zahlungsabwickler – er ist die technische Basis Deines gesamten Payment-Stacks. 

PayPal & Klarna – Spezialanbieter, aber kein Ersatz für PSP

Viele Händler:innen fragen sich, ob Anbieter wie PayPal oder Klarna einen PSP ersetzen können. Die Antwort: Sie können ihn ergänzen, aber nicht ersetzen.

Anbieter

Hauptfunktion

Stärke

Einschränkung

PayPal

Digital Wallet & Checkout 

Hohe Markenbekanntheit, Conversion-Steigerung 

Keine Multi-Payment-Infrastruktur 

Klarna

Wallet mit mehreren Zahlungsarten 

Hohe Markenbekanntheit, BNPL  

Spezialisiert, kein vollwertiger PSP, 
nur Branded BNPL (sichbarer Drittanbieter) 

PayPal ist eine Wallet: Kund:innen zahlen mit ihrem PayPal-Konto schnell und vertraut. 
Auch Klarna hat sich in den letzten Jahren zu einer Wallet entwickelt: Klarna bietet eine App und ein Konto, über das Nutzer:innen online und im Geschäft bezahlen, Einkäufe verwalten und verschiedene Zahlungsarten wählen können.  

Beide Lösungen können direkt oder über einen Payment Service Provider integriert werden, um Deinen Kund:innen ein umfassendes Zahlungsangebot zu bieten.  

Worauf Du bei der Auswahl eines Zahlungsdienstleisters achten solltest

1. Zielgruppe & Kundenverhalten

Wer ist Deine Zielgruppe? 

  • Junge Kund:innen erwarten Wallets wie Applepay, Gpay, PayPal oder Klarna 
  • Geschäftskund:innen bevorzugen oft Rechnungskauf, SEPA oder Kartenzahlung 
  • Millenials und Silver Surfer entscheiden sich für Rechnung oder Ratenkauf (BNPL) 

2. Zahlungsarten

  • Welche Zahlungsarten sind im jeweiligen Markt gefragt? 
  • Verkaufst Du nur online oder auch stationär? 

3. Region

In der DACH-Region wird generell bevorzugt mit Rechnung oder Ratenkauf (BNPL) bezahlt und kommt auf bis über 50 % Anteil am Zahlungsvolumen der Kund:innen. 

Je mehr relevante und vertraute Zahlungsarten Du anbietest, desto höher ist in der Regel Deine Conversion. 

4. Gebühren & Preisstruktur

Gebühren bestehen meist aus: 

  • einem prozentualen Anteil 
  • einem festen Betrag pro Transaktion 
  • ggf. monatlichen oder Setup-Kosten 

Wie hoch ist Dein Zahlungsvolumen? Bei vielen kleinen Beträgen wirken fixe Gebühren stark. 
Bei hohen Umsätzen lohnt sich Interchange++. 

5. Technische Integration

  • Gibt es Plugins für E-Commerce-Systeme wie Shopify, PlentyONE, Shopware & Co
  • Brauchst Du eine API für individuelle Anpassungen? 
  • Sind die Bezahlseiten für den Mobile Checkout via Smartphone optimiert? 

6. Internationalisierung

Wenn Du international verkaufst, brauchst Du: 

  • lokale Zahlungsarten 
  • Unterstützung mehrerer Währungen 
  • Internationales Routing 

7. Support & Betreuung

Gerade bei hohen Umsätzen ist Betreuung ein wichtiger Faktor. 

  • Gibt es einen persönlichen Account Manager? 
  • Erhältst Du Support in Deiner Sprache? 
  • Wie schnell ist die Reaktionszeit? 

Die 5 führenden Zahlungsdienstleister im Detail

Unzer

Unzer ist stark im europäischen Mittelstand verankert und besonders geeignet für KMU. Mit der marktführenden Inhouse-Lösung für risikolosen Rechnungs- und Ratenkauf bietet Unzer das volle Spektrum für Händler aus einer Hand.  

  • Spezialist für Rechnungskauf & Ratenzahlung (BNPL)  
  • Plattform „UnzerOne“ bietet kanalübergreifende Zahlungsabwicklung und Business-Insights 
  • Alle gängigen Zahlungsarten über dieselbe Schnittstelle verfügbar 
  • Über 90.000 Händler:innen in Europa 

Adyen

Adyen ist global ausgerichtet und eine empfehlenswerte Lösung für Enterprises. 

  • 100+ lokale Zahlarten 
  • Interchange++ Preismodell 
  • Stark datengetrieben und skalierbar 

Stripe

Stripe ist gut geeignet für SaaS-Unternehmen oder digitale Geschäftsmodelle mit technischer Expertise. 

  • API-first-Lösung 
  • Subscription-Management und digitale Geschäftsmodelle 
  • 135+ Währungen 

Mollie

Mollie ist gut geeignet für kleinere Online-Shops mit Fokus auf einfache Implementierung. 

  • Einfaches Setup für kleine Shops 
  • Keine Vertragsbindung 
  • Transparente Gebühren 

Nexi Germany

Die Nexi Group ist im DACH-Raum bei Filialketten und Händler:innen mit starkem POS-Anteil etabliert.  

  • Traditioneller PSP im DACH-Raum (durch Übernahme von Concardis) 
  • Fokus auf Terminalgeschäft & Karten-Acquiring 
  • Integration in Filial- und Kassensysteme 

Übersicht Zielgruppen, Omnichannel, Internationalisierung & Support-Struktur

Anbieter

Zielgruppe

Omnichannel

Buy Now, Pay Later (BNPL)

Internationale Abdeckung

Support

Unzer

KMU & Mittelstand 

✅ Online + POS 

✅ BNPL-Spezialist mit Inhouse-Lösung (Whitelabel) 

Europa 

Persönliche:r Ansprechpartner:in/dedizierter Account-Manager ab KMU-Level, deutschsprachiger Telefon- & E-Mail-Support 

Adyen

Enterprise & Global  

✅ Voll integriert 

Über Drittanbieter 

Global

Dediziertes Enterprise-Account-Management, technischer Support, 24/7 für große Kund:innen 

Stripe

Start-ups, SaaS, Tech 

Teilweise 

Über Drittanbieter 

Global

Primär Self-Service, Ticket-Support, Enterprise-Support optional 

Mollie

Kleine & mittlere Online-Shops 

Begrenzt 

Über Drittanbieter 

Europa

Digitaler Helpdesk, kein klassischer Account-Manager 

Nexi

Retail & Omnichannel 

✅ Starker POS-Fokus 

Über Drittanbieter 

Europa

Klassische Händlerbetreuung, oft regional organisiert 

Zahlungsarten im Detail

Anbieter

Kreditkarte

Wallets

Rechnung

Ratenzahlung

SEPA

Lokale Zahlungsarten

Unzer

✅ 

✅ 

✅ Inhouse-Lösung 

✅ 
Inhouse-Lösung 

✅ 

40+ 

Adyen

✅ 

✅ 

Über Drittanbieter 

Über Drittanbieter 

✅ 

100+ 

Stripe

✅ 

✅ 

Über Drittanbieter 

Über Drittanbieter 

✅ 

100+ 

Mollie

✅ 

✅ 

Über Drittanbieter 

Über Drittanbieter 

✅ 

20+ 

Nexi

✅ 

✅ 

Über Drittanbieter 

Über Drittanbieter 

✅ 

30+ 

Trends 2026 – Das solltest Du im Blick behalten

  • Digitale Zahlungen steigen weiter. Bargeld verliert vor allem im Retail zunehmend Bedeutung. 
  • Buy now, pay later wächst. Insbesondere im B2C eröffnen Dir Rechnungs- und Ratenkauf neue Umsatzchancen.
  • Unified Commerce wird Standard. Kund:innen erwarten nahtlose Erlebnisse über alle Kanäle hinweg. 
  • Zahlungsdaten werden strategisch. Du kannst sie für Marketing, Segmentierung und Angebotspersonalisierung nutzen. 

Fazit – Die richtige Wahl des Zahlungsdienstleisters zahlt sich aus

Die Wahl des passenden Zahlungsdienstleisters für Online-Shops ist weit mehr als eine technische Detailentscheidung. Sie beeinflusst unmittelbar Deine Conversion Rate, Kostenstruktur, Liquidität, Skalierbarkeit und Kundenzufriedenheit. Payment ist keine nachgelagerte Infrastruktur – es ist ein zentraler Bestandteil Deiner Geschäftsstrategie. 

Wenn der E-Commerce-Checkout reibungslos funktioniert, die bevorzugten Zahlungsarten verfügbar sind und Kund:innen Vertrauen in den Bezahlprozess haben, steigt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses erheblich. Umgekehrt führen fehlende Zahlarten, lange Ladezeiten oder Unsicherheit schnell zu Kaufabbrüchen – und damit zu messbaren Umsatzverlusten. 

Ein guter Zahlungsdienstleister unterstützt Dich dabei: 

  • Kaufabbrüche zu reduzieren, indem er relevante Zahlungsarten anbietet 
  • internationale Märkte zu erschließen, dank lokaler Zahlmethoden und Multi-Währungsfähigkeit 
  • Risiken zu minimieren, durch integrierte Fraud-Prevention-Tools 
  • administrativen Aufwand zu senken, durch automatisierte Abrechnung und Reporting 
  • strategische Entscheidungen zu treffen, mithilfe detaillierter Zahlungsdaten 

Gerade wenn Dein Geschäft wächst, zeigt sich, wie wichtig eine skalierbare Payment-Infrastruktur ist. Ein Anbieter, der heute günstig erscheint, kann morgen an funktionale oder geografische Grenzen stoßen. Ebenso kann ein Enterprise-Setup für kleine Shops unnötig komplex und teuer sein. Die richtige Wahl hängt deshalb nicht davon ab, welcher Anbieter „der beste“ ist – sondern welcher am besten zu Deinem aktuellen Geschäftsmodell und Deiner Wachstumsstrategie passt. 

Betrachte Zahlungsdienstleister nicht nur als Kostenfaktor, sondern als Hebel für nachhaltiges Wachstum. Am Ende gilt: Wenn Dein Zahlungsprozess zuverlässig, transparent und kundenfreundlich funktioniert, schaffst Du Vertrauen. Und Vertrauen ist eine der wichtigsten Währungen im E-Commerce. 

FAQ rund um das Thema Zahlungsdienstleister

Welche Zahlungsdienstleister gibt es?

Zu den bekannten vollwertigen Payment Service Providern (PSP) zählen Unzer, Adyen, Stripe, Mollie und Nexi (inkl. Concardis). Diese Anbieter bündeln mehrere Zahlungsarten wie Kreditkarte, Lastschrift, Wallets und Rechnungskauf in einer technischen Infrastruktur und übernehmen Abrechnung, Betrugsprävention und Auszahlung an Händler:innen. 

Was kostet ein Zahlungsdienstleister?

Die Kosten liegen in der Regel zwischen 1,3 % und 2,9 % pro Transaktion zuzüglich einer festen Gebühr von etwa 0,10 € bis 0,35 € pro Zahlung. Zusätzlich können Setup-Gebühren, monatliche Grundgebühren oder Kosten für Rückbuchungen (Chargebacks) anfallen. 

Die tatsächlichen Konditionen hängen stark vom Geschäftsmodell, der Branche und dem Transaktionsvolumen ab. Während einige Anbieter feste Preismodelle veröffentlichen, arbeiten andere mit individuellen Angeboten für Händler:innen mit höherem Umsatz. 

Welche Zahlarten sollten im Online-Shop angeboten werden? 

In Deutschland solltest Du mindestens Kreditkarte, PayPal, Kauf auf Rechnung und anbieten. Je nach Zielgruppe sind auch Wallets wie Apple Pay, Google Pay relevant. 

Die Auswahl der Zahlungsarten beeinflusst direkt Deine Conversion Rate. Jüngere Zielgruppen bevorzugen häufig Wallet-Lösungen, während bei höheren Warenkörben Rechnung oder Ratenzahlung besonders wichtig sind. Ein PSP wie Unzer ermöglicht die Bündelung dieser Zahlarten über eine einheitliche technische Schnittstelle. 

Welche „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) Zahlungsdienstleister gibt es?

Buy Now, Pay Later wird unter anderem von Klarna, PayPal sowie Unzer angeboten. Dabei handelt es sich um Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung mit Zahlungsziel. 

Der zentrale Unterschied liegt in der Ausgestaltung der Lösung: 

Klarna und PayPal treten als sichtbare Marke im Checkout auf. Der Bezahlvorgang läuft über deren eigene Oberfläche, inklusive Login- oder App-Umgebung. Das kann Vertrauen schaffen, bedeutet aber auch, dass Kundendaten teilweise im Ökosystem des jeweiligen Anbieters verbleiben und Cross-Selling oder Upselling-Angebote ausgespielt werden können. 

Unzer bietet BNPL hingegen als Whitelabel-Lösung an. Das bedeutet: Der Rechnungskauf oder die Ratenzahlung kann vollständig im Design Deines Shops integriert werden, ohne externe Markenpräsenz im Checkout. Dadurch bleibt das Nutzererlebnis konsistent, Deine Marke steht im Vordergrund und Du behältst größere Datenhoheit. Zusätzlich ist die Lösung flexibel anpassbar – etwa bei Checkout-Design und Risikoeinstellungen. Die Konsument:innen benötigen weder eigene Accounts noch Apps. 

Welche deutschen Zahlungsanbieter für Online-Shops gibt es?

Unzer hat seinen Hauptsitz in Berlin und ist einer der führenden Full-Service-Zahlungsdienstleister (Payment Service Provider) insbesondere für den Mittelstand. Unzer unterstützt alle gängigen Zahlarten, darunter Kreditkarten (Visa, Mastercard), Lastschrift, Direktüberweisung, PayPal, Apple Pay, Google Pay sowie lokale Zahlungsmethoden. Darüber hinaus bietet Unzer flexible Whitelabel-fähige Lösungen für Rechnungskauf und Ratenzahlung (BNPL) an, inklusive Risikoübernahme. Über die Unzer Plattform können Händler:innen Zahlungen im Onlineshop und im physischen Laden über die integrierte Plattform „Unzer One“ verwalten. 

Die Nexi Group verfügt durch die Übernahme von Concardis über eine starke operative Präsenz in Deutschland. Im Vergleich liegt ihr Schwerpunkt historisch stärker auf stationärem Handel. 

Kann ich mehrere Zahlungsdienstleister kombinieren?

Ja, technisch ist es möglich, mehrere Anbieter parallel zu nutzen. Viele Händler:innen kombinieren einen Haupt-PSP mit spezialisierten Anbietern. Allerdings erhöht dies den administrativen Aufwand, da mehrere Verträge, Abrechnungen und technische Schnittstellen verwaltet werden müssen. 

Eine gebündelte Lösung kann langfristig effizienter und transparenter sein. 

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